ARCHIV
Rückblick auf die Tagungen des Vereins
Schweizer Plakatsammlungen SPS
Seit 2012 treffen sich die Mitglieder zu einer jährlichen Tagung rund um das Thema Plakat, an dem Konservator:innen, Sammlungsleiter:innen, Forscher:innen, Gestalter:innen und Plakatliebhaber:innen teilnehmen.
2025: Zwischen Handwerk und Digitalisierung: Die Dynamik des Grafikdesign-Berufs
Tagung im Musée historique de Lausanne, 9. mai 2025
Program:
- Davide Fornari, Dozent an der ECAL – 1980-2020: Der kulturelle Wandel im Schweizer Grafikdesign
- Priscilla Balmer und Yvo Hählen, studio Balmer Hählen, Lausanne – Augmented Print
- Demian Conrad, Automatico studio, Biel – Das Drucken als kreativer Akt
- Ian Party, type designer, studio Newglyph, Lausanne – Kurzes Gespräch zwischen einem Schriftgraveur aus dem 17. Jahrhundert und einem Smartphone
Runder Tisch: W. Jeker, D. Conrad, P. Balmer, Y. Hählen, I. Party, D. Fornari. Moderation: François Vallotton, Dozent an der UNIL – Röntgenbild(er) der aktuellen Schweizer Grafik
- Clémence Imbert, Dozent an der HEAD – WYSIWYG (What You See Is What You Get): Traum und Realität
- Sophie Rubin und Cédric Rossel, studio WePlayDesign, Lausanne – Experimente und Kreationen
- Studenten und Studentinnen der ERACOM, Lausanne. Vorführungen von zwei Werken: Werner City und 3 Objekte, 4 Personen, 1 Porträt
Runder Tisch: W. Jeker, S. Rubin, C. Rossel, Clémence Imbert Head, Studenten und Studentinnen der ERACOM. Moderation: Clémence Imbert – Klick oder Ausschnitt – die Entstehung der Grafik
Schlusswort von Sylvie Costa Paillet und Werner Jeker
VIDEO
2024: Frauen-Bilder
Frauen-Bilder
Zürich, Museum für Gestaltung, Donnerstag 8. Februar, 13.30 bis 17 Uhr
Anlässlich der aktuellen Ausstellungen „Königinnendisziplin – Plakate von Gestalterinnen“ und „Talking Bodies – Köperbilder im Plakat“ im Museum für Gestaltung Zürich widmet sich das diesjährige Kolloquium des Vereins Schweizer Plakatsammlungen einerseits weiblichen Vertreterinnen des Plakats und der angewandten Grafik. Andererseits wird untersucht, wie Frauen im Plakat Darstellung fanden und finden, welche Kontinuitäten und Brüche sich hier zeigen.
Programm:
Julia Meer, Kuratorin und Leiterin der Sammlung Grafik und Plakat des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
„The F*word – Sammlungsanalyse mit den Strategien der Guerrilla Girls“
Julia Meer studierte Kommunikationsdesign und promovierte zur Rezeption der Neuen Typografie. Gemeinsam mit Gerda Breuer war sie Herausgeberin von „Women in Graphic Design 1890–2012“. Julia Meer war in der Forschung und Lehre u.a. in Wuppertal, Berlin, Potsdam und Cambridge tätig. Seit 2020 ist sie Kuratorin und Leiterin der Sammlung Grafik und Plakat des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.
Abstract:
Im letzten Jahr hing ein Banner an der zentralen Fassade des Museum für Kunst und Gewerbe (MK&G) in Hamburg. Darauf zu sehen war ein Franzbrötchen (eine Art Zimt-Croissant, eine Hamburger Gebäck-Spezialität), von dem ein winziger Krümel abgebrochen war. Daneben standen die Sätze: “Dieses Franzbrötchen repräsentiert die 400.000 Arbeiten der Sammlung Grafik und Plakat. Dieser Krümel die Arbeiten von Frauen: 1,5%.“
Bereits in den 1920er-Jahren machten Frauen 5% der Mitglieder des deutschen Berufsverbands Bund Deutscher Gebrauchsgrafiker aus. Zusätzlich zu den für Frauen bis heute vielfach erschwerten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt wurden also weniger Arbeiten bewahrt als von ihren männlichen Kollegen. Die Ausstellung The F*word – Guerrilla Girls und feministisches Grafikdesign ging den Ursachen nach und fragte, wie sich die Situation verbessern lässt.
Im Vortrag vorgestellt werden zunächst die einzelnen Räume der Ausstellung: Im zentralen Raum wurden rund 100 Arbeiten der Guerrilla Girls gezeigt, eine Aktivist:innengruppe, die seit knapp 40 Jahren Sexismus, Rassismus und Korruption im Kunstbetrieb anprangert. Sie gestalten textlich wie motivisch pointierte Plakate, die meist wild plakatiert wurden. Oftmals verwenden sie Statistiken, um auf Missstände hinzuweisen. So haben sie beispielsweise 1989 im Metropolitan Museum gezählt, wie viele der ausgestellten Gemälde von Frauen gemalt wurden: 5%.
Im angrenzenden Raum werden die 1,5% des MK&G genauer untersucht: Wann kamen die Arbeiten ins Haus, in welchen Ländern wurden sie geschaffen, mit wie vielen Arbeiten sind die Gestalterinnen vertreten? Die meisten sind tatsächlich mit nur einer Arbeit repräsentiert, was darauf hindeutet, dass kein Interesse an ihrer Person, sondern am Motiv bestand. Nur wenige Frauen sind mit so vielen Arbeiten vertreten, dass sich daraus eine monografische Ausstellung entwickeln oder auch nur etwas über ihre Entwicklung und ihr Oeuvre sagen ließe, darunter keine Plakatgestalterin.
Der nächste Raum zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Gestalterinnen – über alle Genres, Zeiten und Stile hinweg. Es wird deutlich, dass es keine “weibliche“ Gestaltung gibt und es trotz widriger Bedingungen immer Frauen gab, die es geschafft haben, sich zu etablieren – bzw. in die Sammlung aufgenommen zu werden. Dabei werden einige Muster deutlich: Es sind vorrangig Gestalterinnen, die mit einem erfolgreichen Gestalter verheiratet waren oder enge Beziehungen zum Museum hatten.
Daneben finden sich Arbeiten von Gestalterinnen, die in männlich dominierte Netzwerke wie die Alliance Graphique Internationale (AGI) aufgenommen wurden und hohe mediale Sichtbarkeit hatten – also Anerkennung im etablierten Wertesystem gefunden haben. Entsprechend wurden – wenn auch in deutlich geringerer Zahl als von männlichen Kollegen – Arbeiten gesammelt, die anerkannten Stilen zugerechnet werden, etwa der Polnischen Plakatschule, dem russischen Konstruktivismus oder dem Schweizer Grafikdesign.
Wie soll es nun weitergehen mit der Sammlung des MK&G? In den weiteren Räumen macht die Ausstellung Perspektiven auf. Ein wichtiges Thema ist die Selbstrepräsentation, gezeigt werden feministische Publikationen, vor allem sogenannte “Zines“, kleine, unabhängig verlegte und vertriebene Hefte, in denen die Autor:innen und Gestalter:innen meist sehr subjektiv über ihre Erfahrungen berichten. Die Zines kamen über einen “Open Call“ ins Museum und machen es möglich, nicht nur über erfolgreiche Karrieren zu sprechen. In den Zines werden die andauernden Herausforderungen, vor denen viele Gestalter:innen stehen, greifbar, sei es aufgrund ihres Geschlechts, ihrer geografischen oder sozioökonomischen Herkunft oder anderen Faktoren. Gleichzeitig rütteln die Hefte an vielen etablierten Vorstellung dazu, was “sammlungswürdig“ ist und in einem Museum für Gestaltung bewahrt und gezeigt werden sollte. Sollten auch Arbeiten von Amateur:innen in die Sammlung eingehen? Was ist “gute“ Gestaltung? Und wer entscheidet, was sammlungswürdig ist?
Silvia Francia, Plakat- und Editorial-Designerin, Carouge
„Une histoire de vie à travers les travaux d’une femme graphiste romande“ (in französischer Sprache)
Eine Lebensgeschichte am Beispiel der Arbeiten einer Westschweizer Grafikerin
Silvia Francia ist vor allem als Plakat- und Editorial-Designerin in der Genfer Theaterszene tätig Zeitweise unterrichtete sie Grafikdesign am Centre de formation professionelle, CFP Arts, zudem leitet sie Workshops an der Haute école d’art, HEAD. Silvia Francia hat drei Kinderbücher geschrieben und illustriert und zeichnet und malt weiterhin auf ihren Reisen und Wanderungen in den Bergen.
Abstract:
Ich wurde 1961 geboren und verbrachte meine gesamte Kindheit in Meyrin direkt neben Genf. Diese Gemeinde hatte die Besonderheit, dass sie ganz in der Nähe des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) lag, das damals gerade gegründet wurde. Hunderte von Familien aus allen Kulturen, darunter auch meine Eltern, ließen sich zur gleichen Zeit in Meyrin nieder. Wir wohnten alle in ähnlichen Wohnungen und besuchten die öffentliche Schule, jede:r mit seiner eigenen Kultur, seinen eigenen Gewohnheiten und Lebensweisen im Hintergrund. Unsere Unterschiede spiegelten sich unter anderem in der Einrichtung unserer Wohnungen wider. Diese reiche kulturelle Vielfalt ist wahrscheinlich meine erste Einflussquelle. Sie hat meine visuelle Welt genährt und meinen Blick für andere Menschen geöffnet, aber auch meine Neugier auf Andersartigkeit und auf Unterschiede geweckt. Diese Neugierde habe ich mir bis heute bewahrt und sie ist mir eine wesentliche Stütze, wenn ich für neue Projekte recherchiere.
Theaterplakate
Théâtre Saint-Gervais Genève: Nach der Matura und einer Ausbildung an der École des arts décoratifs de Genève gründete ich 1995 zusammen mit meinen damaligen Grafik-Kolleg:innen ein Kollektiv von Freiberuflern mit dem Namen „Belvédère“ (BLVDR). Wir hatten gerade unseren ersten Grafikwettbewerb für das Théâtre de Saint-Gervais gewonnen und wollten unsere kreativen Ideen zusammenführen. Im Jahr 2000 führten wir ein grafisches Konzept ein, das meine spätere Arbeitsweise maßgeblich beeinflusst hat. Die Herausforderung bestand damals darin, eine formale Vorlage zu schaffen, die wiedererkennbar ist, und gleichzeitig die Möglichkeit zu bewahren, innerhalb derselben mit größtmöglicher kreativer Freiheit zu operieren. Das Grundprinzip war sehr einfach: Die notwendigen Informationen und das Logo wurden in einer Art Legende zusammengefasst, die an eine Eintrittskarte erinnerte. Nach mehreren Jahren erweiterten wir unsere eigenen Vorgaben und fügten ein zweites Prinzip hinzu: Pro Theatersaison wurde die Farbe Schwarz mit einer Buntfarbe ergänzt.
Comédie de Genève: Zwischen 2007 und 2011, als ich noch für das Théâtre de Saint-Gervais arbeitete, schlug mir Anne Bisang, damals die erste Frau, die zur Direktorin des wichtigsten Stadttheaters von Genf ernannt wurde, meine erste Solo-Zusammenarbeit vor: Als erklärte Feministin und engagierte Frau wollte sie einer Grafikerin eine Chance geben. Diese Zusammenarbeit war für mich eine geniale Gelegenheit, um einerseits innerhalb eines institutionellen Rahmens grafisch forschend und experimentell tätig zu sein, andererseits breite Sichtbarkeit zu erhalten. Nach der dritten, eher mit einem klassischen Zugriff beworbenen Saison schlug ich der Direktorin ein grafisches Erscheinungsbild vor, das sich auf die Farben Gold, Rot und Schwarz reduzierte und mir über diesen farblichen Rahmen hinaus maximale kreative Freiheit erlaubte.
TMG: Im Jahr 2015 wurde Isabelle Matter Direktorin des Théâtre des Marionnettes de Genève. Ich kannte sie, da ich bereits für eine ihrer Aufführungen am Théâtre Saint-Gervais ein Plakat entworfen hatte. Sie bat mich, mit ihr zusammenzuarbeiten, und ich nahm dieses Angebot begeistert an. In meiner Arbeit für das TMG konnte ich meine beiden Fähigkeiten, Grafikdesign und Illustration, ideal verknüpfen. Mein Vorschlag war, pro Saison ein neues grafisches Konzept zu erarbeiten. Auf diese Weise konnte ich unterschiedliche visuelle Zugänge und Techniken erkunden.
Plakate für Blaskapellen
Diesen Auftrag erhielt ich von Sarah Margot, die bei der Stadt Genf für Werbung und Kommunikation verantwortlich ist. Ihr Anliegen war es, das überholte Image der Fanfare aufzufrischen. Keine Posaunen und Trommeln mehr auf dem Plakat!
Zeitung
ADC: Im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit Frauen habe ich auf Einladung von Anne Davier, der Leiterin des ADC-Pavillons, auch im Bereich Editorial-Design gearbeitet, unter anderem für das ADC Contemporary Dance Journal. Im Jahr 2010 wollte der Verein für zeitgenössischen Tanz das Erscheinungsbild seiner Zeitschrift erstmals auffrischen und professionalisieren. Erneut war es 2019, nach rund zwanzig Ausgaben, das Anliegen von Anne Davier, die Zeitung sowohl inhaltlich als auch formal mit einem radikalen Vorschlag visuell zu erneuern: Verzicht auf Fotos, nur Integration von Schwarz-Weiß-Illustrationen aus der Hand von Frauen. Diese Vorgaben ermöglichten mir grafische Recherchen für ein Layout, das Text und Illustration in einen gleichberechtigten, ausdrucksstarken und lesbaren Dialog setzt.
Grafikdesignerin in Genf
Während meiner Tätigkeit als Grafikdesignerin in Genf erhielten nur sehr wenige Frauen wichtige Aufträge im Kulturbereich. Meistens fiel die Wahl auf sie, weil sie entweder Teil eines grösseren Grafikbüros waren oder mit einem Mann im Duo arbeiteten. Oder sie wurden «nur» als Illustratorinnen hinzugezogen. Dieser unbewusste Ausschlussreflex bei den Leiter:innen von Institutionen besteht noch heute, auch wenn sich die Dinge ändern. Dadurch verbleiben Frauen in der Position der Dekorateurin oder Ankleiderin einer Institution und werden kaum als künstlerisch aktive, ernst zu nehmende Mitarbeiterinnen einbezogen. Exemplarisch dafür ist mein letzter Auftrag als Plakatgestalterin für das Marionettentheater. Dieser entspricht einem typisch weiblichen Mandat mit einem harmlosen und unterbewerteten Image. Voraussichtlich hätte ein Mann für diesen Auftrag weitaus grössere Anerkennung erhalten, da ihm die besondere Sensibilität dafür, weil von einem Mann weniger erwartet, als Verdienst zugekommen wäre. Umgekehrt wird eine zugespitzte zeitgenössische Grafik, die noch heute oft mit einer rebellischen maskulinen Rock-Punk-Ästhetik assoziiert wird, von Grafikerinnen kaum vorgestellt, da sie das entsprechende Umfeld weniger aufsuchen. Zudem wird eine entsprechend radikale und pointierte grafische Haltung von Frauen noch immer gefürchtet. Darüber hinaus haben wir Frauen größere Vorbehalte, künstlerische Codes aufzubrechen, beispielsweise Arbeiten zu präsentieren, die an der Grenze der Lesbarkeit stehen.
Allerdings setze ich große Hoffnungen für die neue Generation, da das Bewusstsein für diese Themen oft auch in den Institutionen immer größer wird.
Bettina Richter, Kuratorin Plakatsammlung, Museum für Gestaltung Zürich
„Male Gaze – Eine kurze Geschichte zur Darstellung des weiblichen Körpers im Plakat“
Bettina Richter ist Kunsthistorikerin. Seit 1997 arbeitet sie in der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich, seit 2007 in der Funktion der Sammlungskuratorin. Bettina Richter ist Herausgeberin der Publikationsreihe «Poster Collection». Neben temporärer Lehrtätigkeit veröffentlicht sie Texte und hält Vorträge zu kunst- und literaturhistorischen Themen sowie zum Themengegenstand Plakat.
Abstract:
Der Frauenkörper steht schon seit Beginn des modernen Bildplakats um 1860 im Fokus des Plakats. Er muss für die unterschiedlichsten Produktvermarktungen als Eyecatcher herhalten, wird aber auch in Kulturplakaten bis in die Gegenwart hinein objektifiziert und sexualisiert. Die Darstellung des weiblichen Körpers in der Werbung und besonders im Plakat, das die grösste öffentliche Sichtbarkeit geniesst, erweist sich so als erstaunlich resistent gegenüber jedem gesellschaftlichen Wandel, neuen Rollen- und Frauenbildern, einer neuen Pluralisierung von Gender. Sie verharrt im binären System und zeigt weiterhin fast nur idealisierte Normkörper.
Woher kommen diese Bilder, wie kommt es zu ihrem hartnäckigen Fortbestehen, zu einem raschen Backlash je nach gesellschaftspolitischer Situation? Und gibt es Gegenstrategien?
Der Begriff Male Gaze wurde 1975 von der Filmkritikerin Laura Mulvey entwickelt und beschreibt die Normierung einer cis männlichen, heterosexuellen Perspektive im Film. Als Zeugnis einer patriarchalen Vorherrschaft findet er sich aber in allen Medien und in der ganzen Kulturindustrie wieder. Anfang der 1970er-Jahre beschrieb der Schriftsteller, Maler und Kunstkritiker John Berger die Werbung als “Kultur der Konsumgesellschaft“ und verwies darauf, wie eng die Rhetoriken von Kunst und Werbung verschränkt sind: Die Darstellung männlicher, weiblicher oder auch rassifizierter Körper in den Massenmedien greife direkt auf die christliche Kultur und die europäische Kunstgeschichte zurück, deren Bilder sich tief in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben. Ihre Wirkmächtigkeit beweist sich gerade darin, dass sie lange unhinterfragt blieben. Erst mit Verspätung wurden feministische und rassismuskritische Ansätze in die Kunstgeschichte eingebracht.
So wurde der weibliche Akt seit seinem Eintritt in die Kunst sexualisiert, indem er mit seiner Gestik und Mimik auf den voyeuristischen Blick von aussen reagierte, während der männliche Körper sich selbst genügte bzw. stets als Verkörperung des männlichen Prinzips von Kraft und Sieg, mithin für eine höhere Idee stand. Damit etablierte sich früh ein Macht- und Gewaltverhältnis in der Geschlechterdarstellung: Der behauptete Gendergegensatz zwischen Subjekt-Objekt, Kultur-Natur, aktiv-passiv, Geist-Körper, öffentlich-privat zeigt sich in Bildern exemplarisch.
Zahlreiche Werke der Kunstgeschichte, die den weiblichen Körper darstellen, legitimieren dies mit einem Rückbezug auf mythologische und biblische Erzählungen. Kulturelle Prägungen und soziale Setzungen werden so fortgesetzt und als naturalisierte Geschlechterdifferenz behauptet. Massenmediale Bilder, vor allem auch die Werbung knüpfen nahtlos an diese visuellen Denkmuster an und unterstützen damit vermeintlich wissenschaftliche Erkenntnisse einer streng binären Geschlechterauffassung, was der Soziologe Erving Goffman 1979 in seinem Klassiker Gender Advertisements darlegte durch die Analyse von Posen, Gestik, Mimik, Rollen etc.
Konsum- und Tourismusplakate beweisen die einseitige Instrumentalisierung des weiblichen Körpers und seine Objektifizierung, Sexualisierung, Anonymisierung und Fragmentierung, aber selbst in Kulturplakaten findet diese reduzierte Darstellung ihre Fortsetzung bis heute. Insbesondere werden auch Schwarze weibliche Körper weiterhin sexualisiert, fetischisiert und mystifiziert und entlarven rassistische Klischees, die die Geschichte von Versklavung und Kolonialismus fortsetzen.
Radikale Gegenbilder finden wir vor allem in der bildenden Kunst ab den 1970er-Jahren. In der feministischen Avantgarde dieser Zeit, beispielsweise bei Valie Export oder Marianne Wex, wird auf Missbrauch und Objektifizierung des weiblichen Körpers aufmerksam gemacht. Zeitgleich werden aber in vermeintlich progressiven Plakaten weiterhin stereotype Frauen-Bilder vorgeführt, widerständige Posen vereinnahmt. In der Gegenwart hat sich die Spaltung zwischen bildender Kunst und massenmedialen Bildern, auch in den social media, nochmals verstärkt: Während in der bildenden Kunst weniger das Frau-Sein und Weiblichkeit verhandelt, sondern Geschlecht vielmehr als Konstruktion und performativer Prozess beschrieben werden, zeigt die Werbung meist nur kurzfristig diverse Körperbilder und folgt damit eher der raschen Aufmerksamkeitsgenerierung und Marketinginteressen. Immer noch werden diese «anderen» Bilder rasch überschrieben von den bekannten Stereotypen. Hoffen lässt hier das von zwei Werberinnen initiierte Gisler-Protokoll, das für die facettenreiche Geschlechterdarstellung in Kommunikation, Marketing und Werbung eintritt, für diverse Bilder und eine inklusive Sprache plädiert und damit die Verantwortung der Werber:innen anmahnt.
2023 : „Claude im Glück“ – Gespräch mit dem Berner Plakatgestalter Claude Kuhn
„Claude im Glück“ – Gespräch mit dem Berner Plakatgestalter Claude Kuhn
Am 15. November 2023 trifft sich der Berner Plakatgestalter Claude Kuhn, der im August seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, mit der Leiterin der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek und Präsidentin des Vereins «Schweizer Plakatsammlungen», Isabelle Kirgus, zu einem Gespräch. Dieses handelt von frühen druckgrafischen Werken, von der Entstehungsgeschichte einiger prägender und einprägsamer Plakate und natürlich vom Glück, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit ein beeindruckendes Plakatœuvre geschaffen zu haben.
Im Anschluss an das Gespräch signiert Claude Kuhn den Werkkatalog «Die grüne Mosaikjungfer. Plakate 1980 – 2023», erschienen 2023 im Verlag Till Schaap Edition.
Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Plakatausstellung Claude Kuhns im öffentlichen Raum, die vom 28. Oktober bis 24. November 2023 auf mehreren Plätzen der Stadt Bern zu sehen ist. Darüber hinaus gibt es eine Kabinett-Ausstellung auf der Galerie des Kornhausforums.
2022 : Mehr als Werbung – Plakate der Kunsthalle Basel
Mehr als Werbung – Plakate der Kunsthalle Basel
Münchenstein, Plakatsammlung SfG Basel, Freitag, 11. November 2022, 14:00–17:15
Die Kunsthalle Basel feiert dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Seit der Eröffnung 1872 wurden hier über 1200 Ausstellungen gezeigt und im Stadtraum durch Plakate beworben. Das Kolloquium «Mehr als Werbung – Plakate der Kunsthalle Basel» beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart der Ausstellungsplakate und fragt nach ihrer Aufgabe und Funktion. Wie werden Ausstellungen ins Medium Plakat übersetzt? Unter welchen Bedingungen geschieht das im Fall der Kunsthalle Basel? Welches Gewicht haben dabei kuratorische Überlegungen? Welche Rolle spielen die ausgestellten Künstler:innen?
Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile. In historischer Perspektive werden die künstlerischen Ausstellungsplakate der Kunsthalle Basel in der Ära von Wilhelm Barth (1909–1934), ihres ersten Konservators, behandelt, sowie die Zeit von Arnold Rüdlinger (1955–1967) und Peter F. Althaus (1968–1973), in der Basler Gewerbeschullehrer wie Armin Hofmann als Plakatgestalter Akzente setzten. Der zweite Teil widmet sich den Ausstellungsplakaten, die seit 2014 unter der gegenwärtigen Direktorin Elena Filipovic entstanden sind. Dabei kommen sowohl Vertreter:innen der Institution als auch beteiligte Grafiker:innen zu Wort.
Programm
Lara Eva Seeliger: «Ein neuer Blick auf künstlerische Ausstellungsplakate der Kunsthalle Basel 1913 bis 1933»
Lara Eva Seeliger (*1996) ist Doktorandin am Lehrstuhl für Moderne und zeitgenössische Kunst am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich. Im Rahmen ihres Dissertationsprojektes erforscht sie die Arbeit von Wilhelm Barth an der Kunsthalle Basel.
Philipp Messner: «Emil Ruder, Armin Hofmann, Peter von Arx: Schriftplakate für die Kunsthalle Basel»
Philipp Messner (*1975) ist Kulturwissenschaftler und Archivar. Seit 2020 ist er verantwortlich für die öffentliche Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel.
Dr. Elena Filipovic / Claudio Vogt: «Identity Through Variety»
Elena Filipovic (*1972) ist Kuratorin und promovierte Kunsthistorikerin. Nachdem sie von 2009 bis 2014 als Chefkuratorin im WIELS in Brüssel tätig war, leitet sie seit 2014 die Kunsthalle Basel.
Claudio Vogt (*1984) ist Kunsthistoriker und Kurator und verantwortete vom Januar 2015 bis Juni 2022 die Pressearbeit und das Rahmenprogramm der Kunsthalle Basel.
Sereina Rothenberger / David Schatz: «Bircher muesli is tasty, but not much to look at»
Sereina Rothenberger (*1981) und David Schatz (*1980) sind seit 2008 unter dem Namen «Hammer» tätig. Hammer hat den Swiss Design Award im Bereich Grafikdesign (2022) und im Bereich Vermittlung (2018) gewonnen. Seit 2022 ist Sereina Rothenberger die Präsidentin des Wettbewerbs der Schönsten Schweizer Bücher. Beide sind an der Jan van Eyck Akademie tätig und unterrichten am Vermont College of Fine Arts.
2021 : Die Stadt und ihre Plakate: "Visions in et out"
Die Stadt und ihre Plakate: „Visions in et out“
Lausanne, Musée Historique Lausanne, Donnerstag 28. Oktober, 14:00-16:00h
Programm
14:00-14 :45 : Werner Jeker, Grafiker, Les Ateliers du Nord, Lausanne: Das « In »
Die Arbeit des Grafikers Werner Jeker (1944) ist national und international anerkannt. In seiner Wahlheimat Lausanne hat er in den letzten vierzig Jahren verschiedene Aufträge für grosse lokale Kulturinstitutionen übernommen und damit, vielleicht ohne es zu wollen, den Geschmack der Lausanner in Sachen Grafik geprägt. In einer Präsentation wird er die Rezepte erläutern, die er in seinem Atelier entwickelt, und einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit und seines kreativen Prozesses gewähren. Er wird erzählen, wie er sich die Erwartungen und Bedürfnisse seiner Kunden zu eigen macht und ihre unausgesprochenen Wünsche und Herausforderungen versteht, die in ihm reifen, bis das grafische Ergebnis Gestalt annimmt, ausgereift ist und Sinn ergibt. Er wird erklären, wie ihm dies oft gelingt, wie er manchmal scheitert, wie er immer dazulernt, denn nach seinen eigenen Worten: „Zeichnen und Komponieren ist eine Schule des Denkens”.
15:15-16 :00 : Sylvie Costa, Konservatorin, Musée Historique Lausanne, Das „out“
Kann eine Stadt sich besser in Bildern erzählen? Diese Präsentation ist als unterhaltsamer Streifzug durch Sport, Kultur, Politik und Wirtschaft von Lausanne gedacht, basierend auf der rund 25.000 Objekte umfassenden Sammlung des Musée Historique. Der Ansatz ist sowohl visuell als auch künstlerisch und historisch. Die wichtigsten Ereignisse und einzigartigen Momente werden auf einem Rundgang präsentiert, der die Frage aufwirft, wie eine Stadt ihr Image mithilfe ihres städtischen Raums aufbaut.
2019 : Das Comic-Plakat : eine Genfer Besonderheit ?
Das Comic-Plakat : eine Genfer Besonderheit ?
Genf, Bibliothèque de Genève, 21. November, 14:00 – 17:00h
Das Genfer Plakat zeichnet sich durch eine Besonderheit aus, die in der Schweiz und sogar darüber hinaus einzigartig zu sein scheint: Kompositionen, die von Comiczeichnern entworfen und realisiert wurden. Dieses Phänomen tauchte Anfang der 1970er Jahre in einem Kontext auf, der von sozialen Unruhen und dem Aufkommen einer Gegenkultur geprägt war. Eine ganze Generation von Grafikern, Zeichnern und Comiczeichnern erneuerte die Codes des Plakats und entwickelte einen für den Kanton besonderen Stil: das Comicplakat. Die Bewegung ist bis heute sehr lebendig. Seit 2011 gehören die Genfer Illustration, der Comic und das Plakat zu den lebendigen Traditionen des immateriellen Kulturerbes der Schweiz. Rund fünfzig Jahre nach den ersten Comic-Manifestationen im Plakatbereich bietet dieses Kolloquium die Gelegenheit, die Geschichte dieser grafischen Sprache nachzuzeichnen und sie unter neuen Gesichtspunkten zu betrachten. Wie ist dieses Phänomen entstanden? Wie sehen die Schöpfer von heute die Produktion von gestern? Welchen Platz und welche Funktion messen die Illustratoren und Grafiker der neuen Generation Comics und Zeichnungen in Plakaten in Genf und über die Schweizer Grenzen hinaus bei? Ist die Begegnung von Comics, Plakaten und Grafik im weiteren Sinne spezifisch für Genf? All diese Fragen werden bei diesem Treffen, an dem Fachleute teilnehmen, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
Programm
14:00-14 :10 : Brigitte Grass, Verantwortliche für die Plakatsammlung der Bibliothèque de Genève: Begrüßung und Einführung
14:10-14 :35 : Ariel Herbez, Journalist: Die Beständigkeit des Genfer Comic-Plakats
Biografie: Ariel Herbez ist seit 1968 als Journalist tätig und interessiert sich insbesondere für Comics. Er ist Autor mehrerer Bücher und Beiträge über die neunte Kunst und war als Konzeptionist oder Mitarbeiter an verschiedenen Ausstellungen beteiligt. 1991 entdeckt er einen ganz besonderen künstlerischen Trend in Genf: Zahlreiche Comiczeichner beginnen, Plakate zu entwerfen, vor allem für politische und kulturelle Zwecke. In der Folge stellt er in Genf, Sierre und Angoulême einen Überblick über diese reichhaltige Produktion vor.
Fünfzig Jahre nach seinem Aufkommen ist das typisch Genfer Phänomen des Comic-Plakats in seinem Umfang, seiner Vielfalt und seiner Kreativität nach wie vor einzigartig. Trotz der mit dem wirtschaftlichen und technologischen Kontext verbundenen Höhen und Tiefen schließen sich neue Künstlergenerationen ihren Vorgängern an und werden zunehmend weiblicher. Rückblick auf die Entwicklungen dieses Ausdrucksmittels und aktuelle Bestandsaufnahme.
14:35-15 :00 : Exem, Zeichner und Illustrator, „Noël Fontanet und das Plakat der 1930er Jahre: eine Lesart von rechts nach links“
Biografie: Der in Genf geborene Exem, mit bürgerlichem Namen Emmanuel Excoffier, ist Autor von über 600 Plakaten – darunter zahlreiche politische Plakate – für die Genfer Szene. Er zeichnet auch Comics und Pressezeichnungen für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. In seiner Galerie Séries Rares, die er 2010 zusammen mit Mireille Excoffier gründete, stellt er lokale Künstler aus den Bereichen zeitgenössische Keramik und Schmuck, Illustration und Comics aus.
Als Pionier in der Verwendung von Comics im Bereich der politischen Plakatkunst richtet der linksgerichtete Zeichner und Plakatkünstler Exem seinen Blick auf das Werk eines Vorgängers, des Genfers Noël Fontanet (1898–1982), dessen Elan und grafisches Genie zahlreichen politischen Kämpfen der extremen Rechten dienten: eine Interpretation zwischen künstlerischem Erbe und ideologischer Opposition.
15:05-15 :30 : Bettina Richter, Konservatorin der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich, „Gemeinsamkeiten zwischen Comics und Grafikdesign: Comic-Elemente im internationalen Plakat“
Biografie: Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik in Heidelberg, Paris und Zürich schloss Bettina Richter 1996 ihre Doktorarbeit über die Antikriegsgrafiken von Théophile-Alexandre Steinlen ab. Von 1997 bis 2005 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich und seit 2006 Kuratorin. Von 2000 bis 2005 war sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste. Parallel dazu veröffentlicht sie Publikationen und hält Vorträge zur Kunst- und Literaturgeschichte sowie zu Themen rund um das Plakat. Sie ist Herausgeberin der Reihe «poster Collection», Museum für Gestaltung Zürich / Lars Müller Publishers.
Die Beziehung zwischen Comics und Plakaten hat eine lange Geschichte. Als hybride Ausdrucksformen zwischen Text und Bild sind beide eindeutig von den avantgardistischen Strömungen des 20. Jahrhunderts inspiriert. Die offensichtlichen Wechselwirkungen zwischen Massenmedien und zeitgenössischer Kunst wurden jedoch erst mit der Pop Art vollständig berücksichtigt. Internationale Beispiele aus der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich zeigen die Nähe von Form und Inhalt zwischen Comics und Plakaten. Sie offenbaren überraschende Parallelen zwischen diesen Medien, die grafische Synthese und narrative Vielfalt verbinden.
16:00-16 :25 : Pierre Wazem, Illustrator, Comic-Zeichner und Dozent an der Ecole Ceruleum in Lausanne, „Unterricht und Lehre des Comiczeichnens in der Westschweiz heute“
Biografie: Pierre Wazem wurde 1970 in Genf geboren und veröffentlichte seine ersten Comics im Fanzine „Sauve qui peut“. Als Drehbuchautor und Zeichner wechselte er von humoristischen Zeichnungen zu realistischen Darstellungen und persönlichen Alben. Pierre Wazem ist ein Allrounder: Er malt Theaterkulissen, entwirft Wandgemälde, improvisiert Zeichnungskonzerte mit dem Pianisten Michel Wintsch, schreibt Drehbücher und illustriert Animationsfilme sowie Kinderbücher, zeichnet für die Presse und veröffentlicht seit zwei Jahren eine wöchentliche Comic-Kolumne für das Magazin L’Illustré. Er arbeitet in den Studios Lolos in Carouge-Genf.
Das narrative Zeichnen ist ein mächtiges Werkzeug der grafischen Künste und der visuellen Kommunikation. Seit den 2000er Jahren bemüht sich die Schule Ceruleum, jungen Studenten die Werkzeuge dieser Erzählkunst zu vermitteln. Warum wird heute Comiczeichnen unterrichtet? Welchen Platz nimmt dieser Unterricht in den künstlerischen Studiengängen und im weiteren Sinne in der Lehre der visuellen Kommunikation ein?
16:25-17:00 : Adrienne Barman und Mirjana Farkas, Autorinnen von Kinder- und Jugendbüchern und Illustratorinnen: „Gezeichnete Plakate, unterschiedliche Sichtweisen: Austausch über zwei grafische Welten“
Biografien: Die Grafikerin und Illustratorin Adrienne Barman ist Autorin zahlreicher Kinderbücher, Comics, Pressezeichnungen und Plakate. 2015 erhielt sie den Schweizer Jugend- und Medienpreis für „Drôle d’encyclopédie“, erschienen im Verlag La Joie de Lire. Mirjana Farkas wurde in Genf geboren, hat einen Abschluss in Geschichte und absolvierte eine Ausbildung zur Illustratorin in Barcelona. Sie hat mehrere Kinderbücher, Pressezeichnungen – insbesondere für die Zeitung Le Temps seit 2007 – und Plakate gestaltet. Mirjana Farkas, die sich sowohl für Bilder als auch für deren Vermittlung begeistert, lehrte von 2013 bis 2017 Illustration an der HEAD-Genf. Sie setzt ihre pädagogische Tätigkeit an der ESBDi und im Rahmen von Aufträgen zur Kulturvermittlung fort.
Adrienne Barman und Mirjana Farkas kommen aus dem Bereich Grafik und Illustration und gehören zu einer neuen Generation, die Comics oder ganz allgemein Zeichnungen in Plakaten verwendet und dabei deren Codes neu erfindet. Anhand einer Auswahl ihrer eigenen Arbeiten werden sie in einem gemeinsamen Vortrag die Herausforderungen der Erzählung bei der Schaffung eines einzelnen Bildes für den öffentlichen Raum, den aktuellen Stellenwert der Zeichnung in der kulturellen Kommunikation sowie die Verbindungen, die sie jeweils zwischen Kinderbuchillustration, Pressezeichnung, Comic und Plakat pflegen, hinterfragen.
2018 : Die Künstler und das Plakat
Die Künstler und das Plakat
Bern, Schweizerische Nationalbibliothek, Donnerstag 22. November
Inwiefern widmeten sich Künstler in der Vergangenheit und widmen sich Künstlerinnen heute der Plakatwerbung? Mit welchen Mitteln und Absichten arbeiten Kunstschaffende als Werbende? Wann, oder ist ein Plakat überhaupt Kunst? Anders gefragt: was machen Künstler mit dem Plakat?
Programm
- 14:00-14:15: Susanne Bieri, Leiterin Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek: Die Künstler und das Plakat – Les artistes et l’affiche
- 14:15-14:30: Katalin Deér, Künstlerin/Fotografin: 12-zwei, Reflexion Areal Transformation; Kunst am Bau 2015–2027 (in Deutsch)
- 14:30-15:00: Matthias Fischer, Kunsthistoriker und Politikwissenschaftler: Hodlers Plakate und Plakatentwürfe. Zwischen Kunst und Werbung (in Deutsch)
- 15:00-15 :15: Sylvie Costa Paillet, Conservatrice du département des peintures et arts graphiques, Musée Historique Lausanne : Entre JEM et Werner Jeker, Lausanne au miroir de ses graphistes
- 15:15-15:30: Alexandra Schüssler, Freie Kuratorin: «Und der Zeitgeist macht Buh!»
- 15:30-15:45: Kurt Würmli, Konservator Plakatsammlung Basel, Schule für Gestaltung Basel: Roy and the Devil’s Motorcycle (in Deutsch)
- 15:45 – 16:15 : PAUSE
- 16:15-16 :30 : Simon Roth, Bibliothécaire scientifique, Médiathèque Valais, Sion et Marie Antoinette Gorret, artiste : Artiste en image, Marie Antoinette Gorret colle ses états d’âme sur panneaux publicitaires (en français)
- 16:30-16 :50 : Laurence Schmidlin, Conservatrice, art moderne et contemporain, Musée cantonal des Beaux-Arts, Lausanne : L’affiche, un imprimé comme les autres. Statut et fonctions dans l’art conceptuel américain (en français)
- 16:50-17:20: Jürgen Döring, Leiter der Grafischen Sammlung und der Plakatsammlung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg: Von der Qual der Wahl und der Pflicht zur Vielfalt – Überlegungen zum Grafiksammeln heute (in Deutsch)
2017 : Schweizer Plakatgrafik von alten Hasen und jungen Küken !
Schweizer Plakatgrafik von alten Hasen und jungen Küken !
Sion, Médiathèque Valais-Sion, les Arsenaux, 19.05.2017, 14 :00-18 :00
Programm
- 14:00-14 :15 : Begrüssung und Einführung durch Damian Elsig, Direktor der Médiathèque Valais und Susanne Bieri, Präsidentin SPS, Leiterin der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek.
- 14:15-15 :00 : Maelle Tappy, Kunsthistorikerin, „Zwischen Frechheit und Verführung: Die Plakate eines produktiven Ateliers und seines Schöpfers Jean-Marie Grand“
Abstract: Der neue Ausstellungsbereich der Arsenaux beherbergt gleich zwei Ereignisse: das Staatsarchiv Wallis und die Mediathek Wallis eröffnen am 20. Mai die Ausstellung Défense d’afficher (bis 16. September 2017) und präsentieren das Buch zur gleichnamigen Ausstellung. Ausstellung und Publikation (erscheint im Verlag Monographic) widmen sich dem Plakatschaffen des Atelier Grand et Partenaires, einem 1983 in Siders von Jean-Marie Grand gegründeten Büro für Grafik und Kommunikation. Die reiche 600 Plakate umfassende Sammlung, die der Mediathek Wallis-Sitten übergeben wurde, sowie die 60 Laufmeter Archivalien – Skizzen, Collagen und handschriftliche Notizen –, die im Staatsarchiv Wallis konserviert werden, zeugen vom mehr als drei Jahrzehnte dauernden Schaffen des Atelier Grand. Die bisher unveröffentlichten Materialen, wurden jetzt erstmals erforscht und erlauben nun nicht nur den Schaffensprozess eines Protagonisten der Walliser Werbeszene, sondern zugleich auch die Kantonsgeschichte der letzten dreissig Jahre nachzuzeichnen. Obwohl das Atelier Grand heute eine breitere Palette an Werbeträgern bearbeitet, spielt das Plakat immer noch eine zentrale Rolle. Ungeachtet der stilistischen Heterogenität der Produktion – egal ob es sich um sogenannte Coups de coeur, um Klein-Aufträge oder institutionelle Mandate handelt –, ist die Handschrift des Ateliers unverkennbar. Quer durch so verschiedenartige Bereiche wie Politik, Kultur, Verkehrsprävention, Sport oder Tourismus haben wir Ikonen dieser Plakatsammlung ausgewählt die zeigen, wie Jean-Marie Grand als leidenschaftlicher, aufmüpfiger Werber und eifriges Sprachrohr seiner Kundschaft der politischen Korrektheit die Stirn geboten und sich immer wieder über Konventionen hinweggesetzt hat.
- 15:30-16 :15 : Daniel Schmid, Ausbildungsverantwortlicher an der ECAV, „Präsentation der Plakate, die 2016 und 2017 von der Kantonalen Kunstschule (Fachrichtung Grafik) gestaltet wurden“
Abstract: Kurzer Abriss des Studiengangs « Grafiker » EFZ-GBM (Berufsausbildung mit gestalterischer Berufsmaturität im Bereich der angewandten Künste) an der ECAV sowie Präsentation von ca. 50 Plakaten die in den Jahren 2016-2017 von den Studierenden dieses Studiengangs realisiert worden sind.
- 16:15-17:00: Claude Kuhn, Grafiker, lebt und arbeitet in Bern, „Ein Plapla zu den Blakaten 2/3″
Abstract: Das Erschaffen eines Plakates, des Autorenplakates, ist der Balztanz eines Gestalters. Ich tauche in die mir gestellte Aufgabe, suhle mich darin, gehe mit dem Thema schwanger, meine Optik verändert sich, ich denke in Metaphern, so werden plötzlich Mäuse zu Füssen eines laufenden Kornhalmes. Ich beschränke mich auf die Bildidee, versuche mich auf das formale Charakteristikum des Dargestellten zu reduzieren. Gleich einem Chirurgen, gilt es, Überflüssiges wegzuschneiden, ohne dabei die Lebendigkeit anzutasten. Ohne den Auftraggeber, der letztlich der Publizist unserer Plakate ist, und der unser Komplize sein sollte, ohne dessen Ansprüche über das Mittelmass hinaus, ist das Bessere nicht möglich. Es wäre schön, wenn wieder mehr Unternehmer den Mut hätten, den direkten Kontakt zum kreativ Schaffenden zu finden.
- 18:00 : Vernissage der Ausstellung « Défense d’afficher », das l’Atelier Jean-Marie Grand
2016 : „Von Weltformat“. Das Schweizer Plakat aus historischer und bildwissenschaftlicher Perspektive
„Von Weltformat“. Das Schweizer Plakat aus historischer und bildwissenschaftlicher Perspektive
Universität Basel, Freitag, 03.06.2016 und Samstag, 04.06. 2016, 9:00 – 19:00
Programm/Programme
03.06.2016
- 9:00: Begrüssung, Andrea Schenker-Wicki (Rektorin Universität Basel) Christine Wirz-von Planta (Präsidentin Verein der Plakatfreunde Basel) Susanne Bieri (Leiterin Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek)
Swissness! Swissness? Schweizer Plakatdesign im internationalen Kontext I
- 9:30: Christian Maryška (Österreichische Nationalbibliothek) Das Schweizer Plakat vor dem „Schweizer Plakat“ Anton Reckziegel, ein Österreicher als Schweizer Plakatkünstler
- 10:15: Chiara Barbieri (Royal College of Art) und Davide Fornari (SUPSI) From Bauhaus to Milan through Posters: Xanti Schawinsky in Italy
- 11:00: Michele Galluzzo (Università Iuav di Venezia), GGK on the Walls of Milan
- 11:45: Mittagspause
Swissness! Swissness? Schweizer Plakatdesign im internationalen Kontext II
- 13:30 Patrick Rössler (Universität Erfurt), Context Matters – Matters Kontexte. „Totales Design“: Ein Protagonist der Schweizer Moderne im Dialog mit Herbert Bayer
- 14:15: Jessica Jenkins (Falmouth University) The work of Swiss poster designer Paul Brühwiler and the [Swiss] national design stereotype
- 15:00 : Katarzyna Matul (Université de Lausanne),The „Swiss Poster“, the „Polish Poster“ – Confrontations, Correspondences, Permeabilities
- 15:45: Kaffeepause
Politische Ikonologie des Schweizer Plakates
- 16:15 : Simon Roth (Médiathèque Valais-Sion), L’«indigène» dans l’affiche suisse
- 17:00 : Etienne Burgy (Bibliothèque de Genève), L’affiche « bande dessinée », une spécialité genevoise: le cas Exem dans les collections de la BGE
- 17:45: Florian Bührer (Humboldt Universität zu Berlin), Tell auf Reisen. Der republikanische Freiheitskämpfer zwischen lokalem Kolorit, linkem Revoluzzertum und Symbol zum Konsumanreiz. Eine helvetische Merkwürdigkeit
- 19:00: Abendessen für die Vortragenden im Hotel Krafft
04.06. 2016
Von Dingen und Körpern
- 9:00: Bettina Richter (Museum für Gestaltung Zürich), Der Dingfetischismus im Schweizer Sachplakat
- 9:45 : Maelle Tappy (Museum für Gestaltung Zürich), De la disparition du paysage au triomphe du corps. L’imaginaire du lieu dans l’affiche touristique suisse 1900-1950
- 10:30 : Kaffeepause
- 11:00: Alexandra Schüssler (Plakatsammlung, Schule für Gestaltung Basel) Singen, Schreien, Schlecken – Beissen, Zermalmen und Lächeln. Das Orale anhand von Plakaten aus der PS Basel, SfG
- 11:45: Valentin Groebner (Universität Luzern), Allgemeines Plakat-Gesicht: Alte Bekannte auf der Strasse
- 12:30: Mittagspause
Form und Struktur
- 14:00: Balthasar Zimmermann (Museum für Gestaltung Zürich), Das Format als Dispositiv am Beispiel des „Weltformat XIV“
- 14:45: Axel Christoph Gampp (Universität Basel), Logographische Strukturen
- 15:30 Michael Renner (Institut Visuelle Kommunikation, HGK FHNW), Wort und Bild im Plakat
- 17.30-19.00: (nur für die Vortragenden) Besuch der Plakatsammlung Basel mit Inputs von Susanne Bieri (Schweizerische Nationalbibliothek) und Kurt Würmli (Schule für Gestaltung Basel)
Videos zur Tagung
“Von Weltformat” Das Schweizer Plakat aus historischer und bildwissenschaftlicher Perspektive Tagung vom 3. und 4. Juni 2016
Passwort für die Videoansicht vonweltformat
- Axel-Christoph Gampp: https://vimeo.com/173880500
- Alexandra Schuessler: https://vimeo.com/173880498
- Maelle Tappy: https://vimeo.com/173880497
- Bettina Richter: https://vimeo.com/173880494
- Christine Wirz von Planta: https://vimeo.com/173873515
- Andrea Schenker-Wicki: https://vimeo.com/173873513
- Etienne Burgy: https://vimeo.com/173873499
- Simon Roth: https://vimeo.com/173873479
2015 : Visuelle Rhetorik im Plakat
Visuelle Rhetorik im Plakat
Zürich, Museum Für Gestaltung, Freitag 4. Dezember 2015, 14:00 – 18:30
Programm
- 14:00 : Begrüssung: Susanne Bieri, Leiterin Graphische Sammlung, SchweizerischeNationalbibliothek, Leitung Schweizerischer Gesamtkatalog Plakate
- 14:15 : Vorstellung der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich: Bettina Richter, Kuratorin Plakatsammlung, Museum für Gestaltung Zürich, Zürcher Hochschule der Künste
- 14:30 : Vortrag Prof. Dr. Arne Scheuermann, Professor für Designtheorie und Leiter Forschungsschwerpunkt: „Das handelnde Plakat – Zur visuellen Rhetorik der Hand auf dem Werbeplakat“
Abstract: Die Kommunikation mit Plakaten lässt sich immer auch als Handlung verstehen: Plakate sollen überzeugen, indem sie ihre Betrachter/innen informieren, erfreuen oder bewegen. Das Plakat dient für seine Absender deshalb auch als Zeigemedium – und die visuelle Rhetorik stellt Begriffe und Konzepte zur Verfügung, um diese vielfältigen Überzeugungsund Zeigehandlungen zu ordnen und zu beschreiben. Ein Spezialfall tritt ein, wenn das Plakat zusätzlich Zeigemedien abbildet, beispielsweise die Hand, und damit die Zeigeaktionen von Plakat und Plakatinhalt einander überlagern. Anhand einiger Beispiele aus der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung werden die Möglichkeiten und Grenzen der rhetorischen Designanalyse vorgestellt und die Frage erörtert, welche Rollen die Absender bei der visuellen Analyse von Plakaten spielen können.
- 16:15 : Vortrag: Giorgio Pesce, Atelier Poisson, Grafiker: „Koexistenz“
Abstract: Nach einem Jahresaufenthalt in New York, der durch die einflussreiche Begegnung mit Tibor Kalman geprägt war, eröffnete Giorgio Pesce 1995 in Lausanne das Atelier Poisson. Dieses entwickelt Projekte im kulturellen Bereich und entwirft dafür komplexe Erscheinungsbilder, die den Einsatz unterschiedlicher grafischer Medien beinhalten – Plakate, Editionen, Webauftritte, Museografie und Signaletik. Zu Pesces Kunden zählen Museen, Veranstalter von Festivals und Kultur-Events, Schulen und Zeitschriften. Als Illustrator bindet Pesce auch ständig Zeichnungen in seine Entwürfe ein. Seine Liebe gehört den Objets trouvés und altenBüchern, die ihm als Inspirationsquelle dienen. Pesces Arbeiten wurden an internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Seit 2003 ist er Mitglied der AGI (Alliance Graphique Internationale). In seinem Vortrag stellt Pesce sein vielseitiges grafisches Schaffen vor (www.atelierpoisson.ch).
2014 : Das Plakat im ersten Weltkrieg
Das Plakat im ersten Weltkrieg
Bern, Schweizerische Nationalbibliothek, Freitag 31. Oktober, 14:00 – 17:30
Programm/Programme
- 14:00 :Begrüssung: Susanne Bieri, Leiterin Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek, Leitung Schweizerischer Gesamtkatalog Plakate
- 14:15 : Marie-Pascale Prévost-Bault, Chefkonservatorin; „Affiches de la Grande Guerre : art et propagande, étude comparée“
Abstract: Anhand der Sammlungen des „Historial de la Grande Guerre“ (Somme) wird ein Überblick über die enorme Produktion illustrierter Plakate für die drei Kriegsparteien an der Westfront gegeben. Die beteiligten Künstler und Illustratoren hatten die Aufgabe, den patriotischen Elan zu beleben, die wirtschaftlichen Anstrengungen zu unterstützen und die Gemüter unter dem Filter der Zensur zu mobilisieren. Unter anderem werden die Hauptthemen der Anleihen, Wohltätigkeitstage und Beschränkungen für Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich verglichen. Das Plakat, das die Moral aufrechterhalten, beruhigen, aber auch die Massen ermutigen soll, behält dabei einen klassischen Vorkriegsstil bei. In Frankreich zeugen die Anleiheplakate von 1920 von einer Nicht-Demobilisierung im Namen des finanziellen Aufschwungs des Landes. Diese vergleichende Studie zeigt, inwieweit dieses in den Städten dieser Länder allgegenwärtige Bildmaterial zu einer sensiblen Sozial- und Kulturgeschichte beiträgt und die Unterstützung der Bevölkerung für die Kriegsanstrengungen offenbart.
- 15:30: Bettina Richter, Kuratorin Plakatsammlung, Museum für Gestaltung Zürich: „Der Erste Weltkrieg im grafischen Schaffen von Théophile- Alexandre Steinlen“
Abstract: Mit eindrücklichen Grafiken, die bereits in den Kriegsjahren selbst entstanden, bezog der gebürtige Schweizer Théophile-Alexandre Steinlen engagiert Position gegen den Krieg: Selbst nicht mehr eingezogen, dokumentierte er sowohl das Grauen an als auch hinter der Front. Seine Grafiken sind, im Gegensatz zu den Antikriegszyklen von Otto Dix oder Käthe Kollwitz, weitgehend unbekannt geblieben, widersprachen sie doch dem Interesse der Siegesmacht Frankreich. Im Zentrum von Steinlens Kriegsdarstellungen stehen weder spektakuläre Ereignisse noch Feindbildpropaganda, sondern allgemeingültige Beobachtungen aus dem Kriegsalltag: Einerseits das Durchhalten-Müssen der Frauen, Kinder und Alten trotz Hunger, Flucht, Zerstörung der Häuser, Trauer und Angst, andererseits desillusionierte Soldaten, abgekämpft, zu Tode erschöpft, in Massen dahin gemetzelt. Steinlen schuf auf diese Weise ein zeitloses Zeugnis der Brutalität und Sinnlosigkeit des Krieges, das während des Ersten Weltkrieges durch Zeitschriften und Plakate grosse Verbreitung fand.
- 16:15: Führung im Dialog durch die Ausstellung „Im Feuer der Propaganda. Die Schweiz und der Erste Weltkrieg“ mit Andrea Giger, M.A., wissenschaftliche Praktikantin Graphische Sammlung NB und Susanne Bieri
2013 : Plakatkunst im Jugendstil
Plakatkunst im Jugendstil
Genf, Bibliothèque de Genève, 18. Oktober 2013, 14:00 – 17:00
Programm
- Begrüssung: Alexandre Vanautgaerden, Direktor der BGE
- Christian Rümelin, Cabinet d’arts graphiques MAH, Genf: „Toulouse Lautrec et l’art de l’affiche“
- Anita Kühnel, Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin: „Historismus, art nouveau, Jugendstil : das deutsche plakat zwischen 1895 und 1910“
- Françoise Aubry, Maison Horta, Bruxelles: „Le japonisme chez Adolphe Crespin : affiches et sgraffite architectural“
- Zusammenfassung: Bettina Richter, Museum für Gestaltung Zürich
2012 : Plakat-Kolloquium des SPS
Plakat-Kolloquium des SPS
Bern, Schweizerische Nationalbibliothek, Berne, Bibliothèque nationale, 15. November – 15 novembre 2012, 15:00 – 18:30
Programm/Programme
- 15:00-15:15: Begrüssung/Accueil: Susanne Bieri BN / Bettina Richter ZHdK
- 15:15-16:00: René Gronert, Konservator des Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang, Essen (Simultanübersetzung D-F)
- 16:00-16:15: Diskussion/discussion
- 16:15-17:00: Pause
- 17:00-17 :45 : Jean-Charles Giroud, Direktor BGE, Genève (Simultanübersetzung F-D), Les collections publiques d’affiches à Genève la longue recherche de leur sacralité patrimoniale
- 17:45-18 :00 : Schlussdiskussion/discussion finale